Erstarrungsprozess von hoch-temperatur-Legierungen

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am IFW Dresden klären den Einfluss von Erstarrungsbedingungen auf die entstandene Mikrostruktur. Hierfür steht im Haus ein konstruierter elektromagnetischer „Schwebschmelzeofen“ zur Verfügung. Dabei befindet sich die Probe während des ganzen Vorgangs in der Schwebe. Infolgedessen findet die Keimbildung von festen Phasen bei Temperaturen weit unterhalb des Schmelzpunktes statt, wodurch sich metastabile Phasen entwickeln können. Die anschließende rasche Erstarrung wird mit einer Hochgeschwindigkeitskamera aufgenommen. Daraus resultieren Veränderungen der Mikrostrukturen, welche die Eigenschaften der Materialien beeinflussen. Der direkte Einblick in die Phasenbildung kann zusätzlich extern mittels zeitauflösender Röntgenbeugung untersucht werden. Insbesondere für hoch-temperatur und reaktive Legierungen, erweist sich das Vorgehen als zuverlässige Methode, um den Erstarrungsprozess der Schmelze ohne fremde Einflüsse zu untersuchen.

Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung

IFW Products

IFW Products

Stabsstelle für Wissens- und Technologietransfer

Details

Ermittlung der Wachstumsgeschwindigkeit von festen Phasen; Entwicklung der Mikrostruktur in Abhängigkeit von der Unterkühlung; In situ-Bestimmung der Phasenstrukturen und deren zeitlichen Umwandlungen; Thermische Ausdehnung des Materials im Hochtemperaturbereich

Zielkunden